Diamonds are Girls best friends: Yoginen und die Westliche Yoga-Kultur.

gabriel

Das Leben dort, wo Andere Urlaub machen, hat ebenso so seine Herausforderungen wie ein Leben in der Heimat. Und seine Lehren und Erkenntnisse die wir in der Regel daraus gewinnen.
Ich war nie jemand, der sich dogmatisch einer Gruppe, Organisation oder Lebensweise angepasst hätte – ich nutze Dinge die ich lernen darf, ohne irgendeinem Hype zu verfallen, geschweige denn im Karussell mit zu kreisen. Auch mit dem guten alten Yoga ist das so.
Vor einiger Zeit begab es sich nun, das mich eine Messenger Mitteilung erreichte mit der frohen Botschaft das für einen unserer Welpen ein schönes Zuhause gefunden wurde.

whitey1
Auf meine Nachfrage um welche Menschen es sich denn dabei handele wurde mir versichert, das sei eine Yoginen Schwester und gaaanz, gaaanz toll.
Auf die Frage, wann besagte Yogine denn kommen und das kleine Wunder kennen lernen möchte hieß es, die habe keine Zeit, den Hund müsse man ihr nach Athen bringen.
Mit professionellem Gleichmut habe ich zur Kenntnis gegeben das ich keines unserer Tiere irgendwo hin bringe ohne zu wissen mit wem ich es zu tun habe, habe meine Kontaktdaten ge-messengert und um ein Telefonat gebeten. Kurz darauf landeten drei Sprachnachrichten auf meinem Iphone mit folgendem Inhalt:
„Also eigentlich habe ich der XX den Hund ja definitiv zugesagt.“ Wie bitte????
„Aber wenn Du mir nicht vertraust und meinst Du müsstest mit ihr sprechen..also dann solltest Du schon sehr darauf achten, wie Du mit ihr sprichst“ ???!!
„Die ist seehhhrrr empathisch und feinfühlig. Die kannst Du nicht so einfach ausfragen“ Umpf….

20 Sekunden später noch die schriftliche Mahnung: „Du – die ist soo bei sich Du – die schreit den Hund nicht an so wie ich und Du“
ICH schreie meinen Hund an? Welchen? Wir haben 4 Hunde und einen Wolf. Und einen Kater. Und 20 Schildkröten. Und hin und wieder einen auf der Straße aufgelesenen Pflegehund – so wie den der Yoginen-Yogine, den wir drei Wochen bis zur Vermittlung täglich hier hatten weil Yogines Nerven „das nicht mit gemacht“ haben.

Und ja – ich erhebe schon mal meine Stimme wenn hier Alarm ist – um mir Gehör zu verschaffen – und glaube ehrlich, auch eine noch so in sich ruhende Yogine wird mit Mantren flüstern nicht weit kommen in einem – hoffentlich – lebendigen Haushalt.

Irgendwann kam dann dann noch der für mich vollkommen befremdliche Hinweis sie – also die Yoginen Freundin der in sich ruhenden Yogine – glaube ohnehin niemandem mehr, sie sei nur von Lügnern umgeben.
Was denn nun? Unseren Welpen soll ich demnach einer Lügnerin bringen??!!
Und ist es nicht so, liebe Yoginen, das wir im Inneren haben, was sich im Außen spiegelt?

Die tiefere Botschaft dieser liebevollen Kommunikation heißt demnach: Ich bin also NICHT empathisch und was sich gehört und wie man mit Menschen spricht – zumal mit solch speziellen, in sich ruhenden – weiß ich natürlich auch nicht. Ich schreie meinen Hund an – und soll einen unserer geliebten Welpen einer der bodenlosen Schwindlerinnen überlassen von denen Yogine ihrer Meinung nach umgeben ist.

Im Anschluss folgten leider noch ein paar schlimme Wochen hässlicher Anfeindungen, Unterstellungen und Vorwürfen von Yogine – und ich habe nach einem für mich bahnbrechend wertvollen Seminar gewählt, diese Beziehung zu beenden. Ich habe verstanden das es Menschen gibt, die auf dem in Stein gemeißelten Thron der Selbstgerechtigkeit sitzen und Energie und Antrieb darin finden, andere Menschen falsch zu machen und sich selbst stets für unfehlbar zu halten. Und für die die angeblich beste Freundin immer das geeignete Ventil ist, um die innere Unzufriedenheit und Aggression zu entladen. Und ich habe kapiert, das ich diese Menschen nicht verstehen muss – und das es sicher nicht meine Aufgabe ist, sie zu retten.

Und nein – Yoga hat daran sicher keine Schuld. Im Gegensatz zu dieser und anderen Yoginen habe ich meine eigene Idee davon, was YOGA ist – und was nicht. Yoga ist nicht, sich mit wichtigen Malas zu behängen, nutz- und endlose schmalzige Liturgien über Liebe und Vergebung und Tierleid bequem auf Facebook weiter zu posten und jedes Jahr zur exklusiven Detox Kur nach Indien zu reisen, während um die Ecke Kinder verhungern.

YOGA ist gelebte Demut und Liebe zur Schöpfung und zu allem was ist. Yoga ist Dankbarkeit und Reflektion – YOGA ist die erkannte und verinnerlichte Tabula Smaragdina – wie innen – so außen – wie oben – so unten… DAS ist YOGA.

Ein wirklicher Yogi ist mit sich und allem in Harmonie wie innen – so außen..
Anfeindungen, Boshaftigkeiten, Aggressionen, Rachsucht und Übergriffigkeit gehören hingegen generell nicht zu den charakterlichen Eigenheiten echter Yogis.

Leider ist der Yoga Boom bei uns im Westen wie ein Blitz in das große Rudel (meist) alternder, bösartiger und verbitterter Frauen gefahren die meinen, schnell noch irgendwo ankommen zu müssen – per instant convenience ab in die Harmonie.
Eine meiner liebsten Freundinnen – selber Yoga ausgebildet, Fitness Trainerin, Anti Aging Beraterin und Buch Autorin – der ich diese und andere yoginische Absonderlichkeiten der letzten Wochen bei einem Telefonat erzählt habe, meinte darauf trocken: „Lass mich mit den Western Yoga Weibern in Ruhe. Das sind alles bösartige und verbitterte Alte – und durch das Yoga wird’s noch schlimmer weil die sich durch den Versuch, Harmonie zu erzwingen, permanent vollkommen unter Druck setzen. Die sind so verkrampft….wenn Du denen ein Stück Kohle in den Arsch steckst hast Du nach einer Woche einen Diamanten:))) Die brauchen alle kein Yoga, sondern Anti-Aggressionstraining.“

Ich mag Yoga. Aber als Yogine will ich mich nicht bezeichnen. Ich predige schließlich auch kein Wasser während ich Wein trinke. Und das ist leider ein Teil der westlichen Alt-Weiber Yoga Gemeinschaft – bigott. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Ich denke gerade darüber nach wie viele Diamanten man in den nächsten 14 Tagen generieren könnte wenn jede dieser Yoginen ihre zum Teil kräftige Kehrseite zur Verfügung stellen würde. Keine Kinder mehr in den Diamantenminen…was für ein Segen!!! Und eine wahrhaft edle Tat.
Ich besorge die Kohlen – wer meldet sich freiwillig?

In diesem Sinne – Eure Mitch

Nachtrag und Happy End. Das folgende Telefonat mit der jungen – nicht dem obigen Schema der alten und verbitterten Weiber – zugehörenden künftigen Hundebesitzerin, war dann faszinierend normal – im Gegensatz zu Yoginchen ist diese nun wirklich bei sich und zufrieden in der Welt. Der Besuch in Athen endete mit einem guten Zuhause für den letzten meiner Welpen bei einer bodenständigen, liebevollen Familie. Wie gesagt – Ausnahmen – bestätigen höchst erfreulich die leidige Regel.

11 Kommentare

  1. Ich weiß überhaupt nicht, warum ich noch mit dir befreundet bin. Du bist nicht empathisch……. schreist deine Tiere an……..wer weiß, vielleicht misshandelst du sie auch noch. Oh weia…..du böse Frau! Aber…….. genau dafür liebe ich dich!!!!! Es gibt kaum ein Mensch der sich so liebevoll um seine, und andere Tiere kümmert als DU, liebe Mitch. Ich bin stolz auf dich, weil du total authentisch bist.

  2. Ein super Artikel! Wunderbar, dass deine Hundebabies alle gut untergebracht sind.

  3. Danke 🙂 <3 <3 <3

  4. Soooo wahr und soooo richtig….
    Meine Rede.
    Ich freu mich für den Hund;-)

  5. Ich freu mich für den Hund;-)

  6. Ich lach mich weg.IHR seid sooo klasse!

  7. Hüstel. Der nächste Blog wird eine ODE an meine Freundinnen.

  8. Habe dich zwar nur einmal auf einem Seminar in Wien persönlich kennengelernt, aber gleich mein Herz für dich geöffnet…danke für diesen wunderbaren Blog, habe sooo viel geschmunzelt und habe einige meiner Erfahrhungen (zwar nicht mit Yoginen, aber mit seeeeehr spirituellen Frauen) darin wiedergefunden…danke dass du diese so treffend ausgedrückt hasanz leibe Grüße nach Griechenland ..und wann sehen wir uns mal in Italien? Verena

  9. love your blog

  10. Meine Süße, wir kennen uns schon so lange und ich war schon oft bei dir zu Gast. Es gibt keinen besseren Engel für die Tiere wie DU! Und weißt du im schamanischen Sinne: Alles was man dem anderen vorwirft…ist man selber! Bussi

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